Aktuelles

22. April

Wir suchen einen Thekenengel für montags 19:30 Uhr ab sofort!

Du liebst Yoga und möchtest Teil unserer Thekenengel werden? Dann haben wir genau das Richtige für dich!

Als Thekenengel kümmerst du dich um einen reibungslosen Kursabend: Du bereitest das Studio vor, begrüßt unsere Teilnehmenden und übernimmst die Anmeldung. Nach dem Kurs sorgst du für Ordnung und Frische – Räume lüften, Materialien ordnen, Gläser und Teekanne spülen – und hinterlässt alles in bestem Zustand.

Der Zeitaufwand pro Dienst beträgt ca. 45 Minuten. Damit du dich von Anfang an sicher fühlst, begleiten wir dich mit einer ca. 2-stündigen Einarbeitung.
Was du mitbringst: Verbindlichkeit, Zuverlässigkeit und Freude am Kontakt mit Menschen.
Was du bekommst: Pro Dienst eine Yogastunde – direkt im Anschluss.
Interesse? Melde dich per Mail an info@yogawayv.de oder direkt bei uns im Studio.

Wir freuen uns auf dich!
Dein yogawayv


28. März

Was tragen wir auf unserer Haut?

Seit einiger Zeit ist mir beim Blick auf die Etiketten von Textilien aufgefallen, dass der Baumwollanteil bei Mischgewebe geringer geworden ist. Dafür ist der Anteil synthetischer Fasern gestiegen. Hast du es auch bemerkt?
Ich habe mich gefragt, was steckt dahinter. Hat sich der Ertrag verringert? Haben sich die Anbaubedingungen verändert? Welchen Einfluss hat die Fast Fashion Industrie auf den Baumwollanbau?

Die Beobachtung: Weniger Baumwolle in unseren Kleiderschränken
Das sind die Zahlen aus dem Jahr 2021: weltweit wurden 113 Millionen Tonnen Textilfasern produziert – 54% davon Polyester, nur noch 22% Baumwolle. Etwa 43 Prozent aller Textilien in der EU bestehen heute noch aus Baumwolle. Doch dieser Anteil schrumpft kontinuierlich. Polyester – eine erdölbasierte Kunststofffaser – hat die Überhand gewonnen.
Aber ist Baumwolle deshalb die bessere Wahl? Die Antwort ist komplexer als gedacht.

Der CO2-Fußabdruck: Ein differenzierter Vergleich
Baumwolle wird oft als natürliche, umweltfreundliche Alternative beworben. Doch die Klimabilanz erfordert einen genaueren Blick: Die Textilindustrie verursachte 2021 insgesamt 503 Millionen Tonnen CO2-Emissionen mit folgender Verteilung zwischen den Fasern:

    • 56% der Emissionen kamen von synthetischen Fasern (wie Polyester und Nylon)
    • 18% von tierischen Fasern (wie Wolle, Seide, Leder)
    • 14% von pflanzlichen Fasern (wie Baumwolle, Jute)
    • 11,5% von Zellulosefasern (wie Viskose, Lyocell)

Zwischen 2020 und 2021 sanken die CO2-Emissionen nur bei pflanzlichen Fasern – alle anderen Kategorien stiegen.

Ein direkter Vergleich zeigt: Ein Polyester-Shirt verursacht 5,5 kg CO2, ein Baumwoll-Shirt 4,3 kg. Polyester benötigt für die Herstellung von einem Kilogramm etwa 125 Megajoule Energie, verglichen mit rund 50 Megajoule bei Baumwolle. Zwar kann recyceltes Polyester den Energieverbrauch um 30-50% reduzieren, aber der Recyclingprozess selbst bleibt energieintensiv.

Doch hier kommt der entscheidende Unterschied: Anders als synthetische Fasern stammt Baumwolle von einer lebenden Pflanze. Einige Studien zeigen, dass mehr Kohlenstoff aus der Atmosphäre entnommen und in der Baumwollfaser gespeichert wird, als beim Anbau und der Entkernung freigesetzt wird. Baumwolle hat also das Potenzial, Kohlenstoff zu binden – ein Vorteil, den Plastikfasern nie haben werden.
Das Problem liegt nicht in der Faser selbst, sondern in den aktuellen Anbaumethoden: Der intensive Einsatz synthetischer Düngemittel, der enorme Wasserverbrauch von etwa 11.000 Litern pro Kilogramm und die energieintensiven Bewässerungssysteme treiben die Emissionen in die Höhe. Weltweit verursacht der konventionelle Baumwollanbau jährlich 220 Millionen Tonnen CO2.
Baumwolle hat im Gegensatz zu Plastikfasern das Potenzial, Teil der Klimalösung zu werden – wenn wir die Anbaumethoden ändern.

Kleinbäuer:innen als Vorreiter
Kleinbäuer:innen, die über 70 % der weltweiten Baumwolle produzieren, könnten mit der richtigen Unterstützung zu Vorreitern einer biodiversitätsfördernden Landwirtschaft werden.
In Maharashtra, Indien, arbeitete Solidaridad mit 8.000 Baumwollbäuer:innen zusammen, um regenerative Anbaupraktiken einzuführen. Die Ergebnisse nach fünf Jahren:

    • 12–30 % weniger Anbaukosten
    • 12–18 % höhere Erträge
    • 35 % Wasserersparnis
    • Mittlerweile werden dort fast 40.000 Hektar nach regenerativen Prinzipien bewirtschaftet

Ein anderes Beispiel: In Madhya Pradesh hat ein Bäuer:innenpaar ihre Farm auf ökologischen Baumwollanbau umgestellt und experimentiert mit naturnahen Anbaumethoden. Dort wachsen Baumwolle, Mungbohnen, Straucherbsen und Sonnenblumen nebeneinander – Mischkulturen, die die Bodenfruchtbarkeit verbessern und Bestäuber anziehen. An den Rändern bilden Neem, Bambus und Mangobäume einen lebenden Zaun, der Schatten spendet und das gesamte Ökosystem unterstützt. „Jede Pflanze, jeder Baum, jedes Insekt hat seine Aufgabe“, erklärt die Bäuerin. „Ich baue ein gesundes System auf, das sich selbst trägt.“

Statt diese Erfolge zu fördern und zu skalieren, drückt die Industrie die Preise, lagert die Verantwortung auf Zertifizierungen ab und weicht zunehmend auf billiges Polyester aus. Fast Fashion mit bis zu 100 Mikro-Kollektionen pro Jahr ist nur durch den massiven Einsatz synthetischer Fasern möglich geworden – Fasern, die aus fossilem Erdöl stammen und deren Herstellung fast dreimal so viel Energie benötigt wie die von Baumwolle.

Die Idee einer Veränderung von der linearen Wirtschaft zur Kreislaufwirtschaft
Doch warum nimmt der Baumwollanteil in unserer Kleidung überhaupt ab? Die Antwort liegt in einem massiven Umweltproblem und der Reaktion der EU darauf.
Jährlich fallen in der EU 12,6 Millionen Tonnen Textilabfälle an – 12 kg pro Person. Davon werden weltweit weniger als 1% zu neuen Produkten recycelt. Die globale Textilfaserproduktion hat sich in 20 Jahren fast verdoppelt auf 109 Millionen Tonnen und wird bis 2030 weiter steigen. Fast Fashion mit bis zu 100 Mikro-Kollektionen pro Jahr treibt diese Überproduktion an.
Die bisherige Reaktion: Textilien werden verbrannt oder vergraben. Die EU verfolgt das Ziel von einer Linear- zu einer Kreislaufwirtschaft (statt „take-make-waste“ zu „reduce-reuse-recycle“).
Mit Hilfe der Ökodesign-Verordnung können erstmals verbindliche Vorgaben für Textilien gemacht werden. Eine Studie des Umweltbundesamtes empfiehlt Anforderungen für:

    • Haltbarkeit (z.B. Anzahl Wasch-Trockenzyklen)
    • Reparierbarkeit (Ersatzteile, Anleitungen)
    • Recyclingfähigkeit (max. 2 Fasertypen, max. 5-10% Elastan)
    • Mindestanteil an recycelten Fasern
    • Transparenz über Chemikalien: Hersteller sollen offenlegen, welche problematischen Stoffe wie wasserabweisende Chemikalien oder Farbstoffe in der Kleidung enthalten sind – abrufbar über einen Digitalen Produktpass (ähnlich einem QR-Code auf dem Etikett)

Die Herausforderungen für die Kreislaufwirtschaft:
Baumwolle ist schwer zu recyceln
: Beim mechanischen Recycling verkürzen sich die Fasern so stark, dass nur 20% Recycling-Baumwolle in neuen Kleidern möglich ist. Chemisches Recycling zu Viskose ist zwar möglich, wird aber noch nicht im industriellen Maßstab genutzt.

Mischgewebe sind noch problematischer: Die meisten modernen Textilien enthalten Beimischungen wie Elasthan für Stretch-Eigenschaften oder Formstabilität. Diese Materialmischungen sind Gift für effizientes Recycling – die verschiedenen Fasern lassen sich kaum trennen.

Fast Fashion arbeitet gegen die Kreislaufwirtschaft: Mit bis zu 100 Mikro-Kollektionen pro Jahr und bewusst kurzen Nutzungszyklen steht das Fast-Fashion-Modell im direkten Widerspruch zu den Zielen der Kreislaufwirtschaft.

Die EU fördert deshalb Forschungsprojekte wie „New Cotton“ für besseres Baumwollrecycling und arbeitet an Ökodesign-Vorgaben, die Recyclingfähigkeit von Anfang an mitdenken – etwa durch Begrenzung auf maximal zwei Fasertypen pro Textil.

Ein Blick auf das System dahinter
Wenn wir in unseren Kleiderschrank schauen, sehen wir mehr als nur Stoffe. Wir sehen ein globales System im Wandel. Wir sehen eine EU, die versucht, von einer linearen Wegwerfwirtschaft zu einem Kreislaufsystem zu transformieren – mit all den Widersprüchen und Herausforderungen, die das mit sich bringt.

Wir sehen Kleinbäuer:innen, die innovative Lösungen entwickeln, während Marken weiterhin die Preise drücken. Wir sehen eine Regulierung, die notwendig ist, aber deren Umsetzung Fragen aufwirft. Wir sehen Böden, die durch Pestizide vergiftet werden, und gleichzeitig regenerative Projekte, die beweisen, dass es anders geht.

Und wir sehen uns selbst: Konsument:innen in einem System, das uns ständig neue Kleidung verkaufen möchte, weil wir uns durch den nächsten Kauf ein Stück Glück versprechen.
Was wäre, wenn wir beginnen würden, unsere Kleidung nicht nur als Ausdruck unseres Stils zu sehen, sondern als Verbindung zu Menschen, Böden, Ökosystemen und politischen Entscheidungen?

Für den nächsten Einkauf: Asteya – das Nicht-Stehlen
Im Yoga Sutra begegnen wir Asteya – dem Prinzip des Nicht-Stehlens. Auf den ersten Blick scheint das einfach: Wir stehlen nicht im klassischen Sinne. Doch Asteya geht tiefer. Es fragt uns: Nehmen wir etwas, das uns nicht zusteht? Profitieren wir auf Kosten anderer?

Wenn wir ein billiges T-Shirt kaufen, stehlen wir dann nicht indirekt? Den Kleinbäuer:innen einen fairen Lohn. Den Böden ihre Gesundheit. Der Umwelt ihre Regenerationsfähigkeit. Zukünftigen Generationen eine intakte Welt.

Asteya lädt uns ein zu fragen: Was ist der wahre Preis meiner Kleidung? Nicht der Preis auf dem Etikett, sondern der Preis, den andere bezahlen – mit ihrer Arbeitskraft, ihrer Gesundheit, mit vergifteten Böden und verseuchtem Grundwasser.

Fast Fashion lebt vom Stehlen: Sie stiehlt faire Löhne, indem sie Preise drückt. Sie stiehlt Ressourcen, indem sie zur Überproduktion zwingt. Sie stiehlt Würde, indem sie Menschen in ausbeuterische Arbeitsverhältnisse drängt. Und sie stiehlt uns die Illusion, dass wir durch ständigen Konsum glücklich werden können.

Was könnte Asteya beim Kleidungskauf bedeuten?

    • Bewusst werden: Was wurde gegeben (oder genommen), damit dieses Kleidungsstück existiert?
    • Den wahren Wert erkennen: Faire Preise zahlen, damit niemand bestohlen wird
      Weniger kaufen, dafür mit Bedacht: Qualität statt Quantität
    • Kleidertausch: Gib deiner Kleidung, die du nicht mehr trägst, eine neue Besitzer:in
    • Secondhand als erste Wahl: Dem bereits Produzierten neues Leben geben
    • Wenn neu, dann Bio-Baumwolle mit GOTS-Zertifizierung oder andere nachhaltige Fasern aus fairer Produktion

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Quellen: Solidaridad & Pesticide Action Network UK „Cotton and Corporate Responsibility“ (2023), Solidaridad „Cotton and Climate“ (2023), Solidaridad „Cotton and Biodiversity“ (2025), Europäisches Parlament „Neue EU-Vorschriften zur Reduzierung von Textil- und Lebensmittelabfällen“ (September 2025), dpa Factchecking (Januar 2025), Umweltbundesamt „Ökodesign-Anforderungen für Textilien“ (2026)

Dieser Artikel kommt aus der Kategorie Landwirtschaft und Klima.
Marlen möchte Wissen aus dem Studium mit dem Yoga verbinden. Sie studierte Agrarwissenschaften mit dem Schwerpunkt auf ökologischen Landbau und Pflanzenbau in den Tropen und Subtropen.
Seit Jahren beschäftigt sie der Klimawandel und die tiefgreifenden Veränderungen, die er mit sich bringt. Mit der neuen Kategorie möchte Marlen aktuelle Ereignisse und Entwicklungen in der Landwirtschaft im Zusammenhang mit dem Klimawandel aufzeigen.

Auf diesem Weg möchte sie das Bewusstsein schärfen für ein erweitertes Verständnis unseres Handelns in der Welt.


29. April 25

Transparenzbericht 2024

Yogawayv ist ein Yogastudio in der Dresdner Neustadt. Nur weil du die Angebote von yogawayv in Anspruch nimmst, gibt es das Studio. Es macht uns glücklich und stolz, wenn wir weiterhin wahrgenommen werden und du in deinem vollen Wochenkalender eine Yogastunde im Studio einplanst oder nach einer Krankheitsperiode wieder deine Praxis aufnimmst.

Ich, Marlen Vlatschkov, glaube, dass Transparenz das Verständnis und die Verbindlichkeit von Teilnehmer:innen eines Yogastudios fördert. Da es im Yogastudio keine Investoren gibt, sind wir zwar niemandem eine Rechenschaft schuldig und trotzdem möchte ich dir gerne aufzeigen, wie es 2024 bei yogawayv gelaufen ist.

Ich habe mir 4 Hauptziele für das Jahr 2024 gesetzt:

    • Ashtanga Vinyasa Yoga im Mysore soll wachsen. Mehr Teilnehmer:innen dürfen in ihre eigene Praxis kommen.
    • Jährlicher Bruttoumsatz: 144.000 € mit Rücklagen für Mieterhöhung, Energiekosten und Investitionen.
    • Verabschiedung von yogawaves zu yogawayv
    • Bessere Auslastung der Räumlichkeiten

Was im Jahr 2024 wirklich passiert ist
Pläne sind dazu da, sie von der Ausgangssituation aus mit der Realität, die sich im Laufe eines Jahres zeigt abzugleichen und dementsprechend anzupassen. Es geschah Unvorhergesehenes, auf das yogawayv reagieren musste.

Wir sind gewachsen, haben aber drei von vier Zielen verfehlt
2024 war ein ereignisreiches Jahr mit Höhen und Tiefen. Anfang 2024 waren die Kurse sehr gut besucht und es gab insgesamt einen kreativen und produktiven Arbeitsflow im Studio mit Workshops und Veranstaltungen. Das Hochplateau war nicht lange haltbar. Ein Kreuzbandriss bei Marlen Anfang März und der gleichzeitige krankheitsbedingte Ausfall der Büroassistenz forderten Vertretungen und ein Arbeiten mit geringerer Leistung über 4 Monate. Der finanzielle Puffer war Ende Juni aufgebraucht.

Die Sommermonate waren geprägt von finanzieller Existenzangst und Arbeitsüberforderung, aufgrund von starkem Personalwegfall. Somit ließen sich manche Kurse nicht sofort neu besetzen beziehungsweise bedarf ein Wechsel der Lehrperson immer seine Zeit bis sich ein gewisser Stamm an Teilnehmer:innen neu findet. Das ist über die umsatzschwächeren Sommermonate keine einfache Situation.

Mit der Namensänderung ist ein neuer Schwung ins Studio gekommen. Manche Strategien, wie das Sommerabo und Themenschwerpunkte im Yogaunterricht sind aufgegangen und können weiter ausgebaut werden. Die finanzielle Lücke schloss sich ab September langsam wieder, aufgrund der Preiserhöhung und dem Abschluss von neuen Aboverträgen.

Im November kam die Betriebskostenabrechnung mit einer Nachzahlung von 2.200 € und die Mieterhöhung um 3,7 % mit einer Nachzahlung von 715 €. Im Jahr 2024 beläuft sich die Nachzahlung insgesamt auf knapp 3.000 € im Vergleich zum Vorjahr sind es 3.000 € weniger.
In der Betriebskostenabrechnung von 2023 ist die Gaspreisbremse enthalten, die in 2024 nicht mehr wirkt. Es wäre daher ein Trugschluss zu glauben, die Kosten hätten sich verringert.

Die Existenzangst und Erschöpfung blieben aus zum Ende des Jahres. Allerdings verringerte sich insgesamt die Teilnehmer:innenzahl. Während es vor zwei Jahren im Durchschnitt 8-10 Teilnehmer:innen pro Kurs waren pendeln wir uns heute im Durchschnitt bei 5-6 Teilnehmer:innen pro Kurs ein.

Wie umgehen mit der Veränderung?
Sowohl die persönlichen Lebensrealitäten als auch die Weltrealitäten bzw. Stadtrealitäten wirken auf die Unternehmensrealität von yogawayv.
Die geschlossene Carolabrücke, Krankheitswellen und Verletzungen beeinflussten Ende 2024 die zeitliche und mentale Kapazität der Dresdner:innen, um ins Yogastudio zu kommen.

Die Preiserhöhung und Monatsbeiträge gleichen teilweise die geringere Teilnehmer:innenzahl aus. Danke, dass wir euch so viel wert sind.
Ebenso birgt es die Chance sich individueller auf die Teilnehmer:innen einzulassen und sie nicht als eine Masse anzuleiten.

Wir haben Gewinn gemacht und keinen Verlust
Im Vergleich zu 2023 ist der Umsatz nur um 4,25 % gestiegen. Jedoch haben sich die Ausgaben verringert um 8,61 %.
Insgesamt haben sich auf der Kostenseite die Ausgaben für das Personal verringert um 30%, dafür sind die Kosten der Miete gestiegen um 10 %.
Die Raumvermietung als sonstige Einnahme hat wieder etwas zugenommen. Auf diesen Weg können mehr Rücklagen geschaffen werden für die Betriebskostenabrechnung.

Ausblick: yogawayv bleibt ein Yogastudio. Vielleicht auch im 2. Hinterhaus
Die neue Marke yogawayv betont die klare Ausrichtung des Studios auf Zentrierung, Begegnung und Ehrlichkeit.

Weiterhin wird darauf geachtet mit Yogalehrer:innen zusammen zu arbeiten, die die Philosophie und Aspekte der Ruhe und Stille vermitteln und Überraschungsmomente schaffen.

Eine persönliche kritische Auseinandersetzung mit dem Yoga und wie er in Deutschland praktiziert wird ist unabdingbar für die Unterscheidung zwischen Yoga als Lebenshaltung und Yoga als Produkt. Die Auseinandersetzung ist ein Prozess, dem wir Raum geben.

Ende 2025 beendet sich der Mietvertrag in der Förstereistr. 25. Derzeit wird mit dem Vermieter verhandelt in den Räumlichkeiten zu bleiben, trotz der hohen Energiekosten. Die bessere Auslastung der Räume bleibt also auch in diesem Jahr ein Ziel. Dieses Ziel beeinflusst unmittelbar die anderen zwei verpassten Ziele aus 2024: jährlicher Bruttoumsatz und mehr Teilnehmer:innen im Ashtanga Vinyasa Yoga Mysore Style.

Yogawayv arbeitet kontinuierlich an dem Planbaren und bleibt gleichzeitig flexibel bei (spontan) auftretenden Veränderungen.


10. Februar 25

New Year Same Bitch

41 Tage ist es alt das Jahr 2025.

Verändert hat sich leider nicht so viel. Schon wieder stehen Wahlplakate in der Stadt rum, die Carolabrücke ist weiterhin geschlossen und die geplanten Haushaltkürzungen im Sozial- und Kulturbereich stehen an. Das Alles (und noch viel mehr) verursacht unangenehme Gefühle und die Konsequenzen, die wir aushalten müssen, werden sich auswirken sowohl auf unser individuelles als auch gesellschaftliches Leben,

Manchmal fällt es schwer die Energie hochzuhalten. Vor allem wenn uns latent das Gefühl verfolgt, dass die Welt im Argen liegt und der eigene Handlungsspielraum eher unwirksam als wirksam empfunden wird.

Wenn das eigene Leben eh schon genug ist, wann sollen wir dann noch die Welt mitdenken?

Den eigenen Gefühlen Raum zu geben ist der erste Schritt sich aus seiner scheinbar gemütlichen Komfortzone zu bewegen.

Im heutigen Newsletter möchte ich, Marlen, der Traurigkeit Raum geben. Traurigkeit folgt meist auf ein Ereignis im Zusammenhang mit Verlusten oder dem Wissen etwas wird zu Ende gehen und ist verbunden mit einem Mangel an Energie. Der folgende Text basiert aus dem Buch „Klimagefühle“ von Lea Dohm und Mareike Schulze:

Die politische Entwicklung innerhalb Deutschlands und Europas, sowie die sozioökoligischen Auswirkungen der fortschreitenden Klimaveränderung auf unser individuelles wie auch kollektives Leben bedeuten oft auch ein Abschied von der Unbedarftheit, von der Vorstellung, dass es einfach immer so weitergehen könnte.

Es ist ein Abschied vom Kapitalismus und von den in seinem Zuge eingepflanzten Träumen. Ein Abschied von der Idee des ewigen Wachstums.

Es sind unzählige Abschiede. Hier nur ein kleiner Auszug: Ein Abschied von unserem Lieblingsurlaubsziel. Ein Abschied von der Idee, dass beruflicher Erfolg uns glücklich macht. Ein Abschied von einem unserer Lebensziele. Sogar der Abschied von einem Pseudosicherheit bietenden Patriarchat kann sich schmerzhaft anfühlen.

Buddha sagte: „Das Leben ist Leid und wir müssen uns von diesem Leid befreien.“

Seit Langem leben wir in der Illusion des Kapitalismus. Der beim genauen Hinschauen für wenige Menschen sehr dienlich ist, jedoch für die globale Mehrheitsgesellschaft bedeutet er Ausbeutung, Unterdrückung und ein ständiges Mangelgefühl.

Und wenn ich innerhalb des Landes schaue, in dem ich lebe und versuche zu wirken, sehe ich, dass es an der Zeit ist den Traum von Sicherheit und einem Staat, der uns schützt und absichert, aufzugeben. Zumindest in Teilen. Diese Ent-täuschung, also das aufgeben einer vorherigen Täuschung, ist sehr schmerzhaft, denn eine gesellschaftliche Veränderung berührt ganz zentral unsere Identität und unser Selbstbild.

Zu den derzeitigen Lebensrealitäten im Privaten, wie im Globalen hilft es zu wissen: „Nichts kommt aus dem Nichts.“

Die Ursachen der heute auftretenden “Phänomene” oder Krisen liegen in der Vergangenheit. Wir leben auf einer Bühne des Rassismus mit kolonialen Denk- und Verhaltensstrukturen. Wir sind das Bild gewohnt von Unterdrücker und Unterdrückten. Deswegen müssen auch schnell alle Grenzen geschlossen werden, damit wir wieder unsere täuschende Ruhe haben. Am besten wäre auch, wenn der Klimawandel Europa ausschließt. Die Winde umlenken, damit wir nicht gestört werden in unserem Leben. Damit wir, Europa, uns wieder stabilisieren können und gleichzeitig bleiben wir im Kapitalismus. Dieser erzeugt ein Gefühl von Mangel, der ständig gestillt werden möchte von außen. Daher agieren wir Europäer selber außerhalb unserer europäischen Grenzen. Logisch. Das haben wir schon immer so gemacht und machen das auch weiter so.

Der Yoga lässt ein Gefühl der Fülle entstehen, die aus dem Inneren kommt und nicht von außen gesättigt werden muss. Auch hier müssen wir aufpassen den Yoga nicht zum Produkt werden zu lassen.

Wir sollten uns darin üben unseren Gefühlen Raum zu geben. Das Fühlen und Wahrnehmen von Angst, Wut, Schuld, Traurigkeit, Neid ist ein erster Schritt aus der Ohnmacht, Starre, Resignation in Richtung Freude, Verbundenheit, Mut und Hoffnung, um Verantwortung zu übernehmen und ins Handeln zu kommen für eine generationsgerechte Zukunft.


6. Juni 24

Neuer Name – neues Design
Aus yogawaves wird yogawayv

Warum?
Maike Magnussen hat yogawaves 2009 in Dresden gegründet und angefangen Vinyasa Yoga zu unterrichten. Von Maike kommen der Name, das Logo, die Schrift und die Farbe. 2013 wurde aus dem Einzelunternehmen yogawaves eine GbR und ein neues Yogastudio entstand in der Dresdner Neustadt.
Maike entschied sich aus privaten Gründen 2016 in die Schweiz zu ziehen. Sie überließ Annette & Marlen den Namen yogawaves inklusive Design.
Nach 8 Jahren ist es für Marlen dran einen eigenen Namen und ein eigenes Logo entstehen zu lassen. Innerhalb des letzten Jahres ist etwas Neues entstanden. Aus yogawaves wird yogawayv – eine Kombination von Weg und Welle.

In Co-Kreation mit einer Artdirektorin entsteht das neue Markendesign von yogawayv.
Das Yogasystem mit seinen individuellen Erfahrungs- und Praxiswegen ermöglicht mit Hilfe der Philosophie, des Atems, der Bewegung und dem Innehalten eine friedliche innere Haltung, die zu einem kollektiven Miteinander und Zusammenhalt führen kann.

Die Wege sind nicht geradlinig, sondern es kommen immer wieder Wellen auf mit Ablenkungen, Hindernissen und Herausforderungen, die gemeistert werden dürfen mit Geschicklichkeit zum Wohle aller.
Das Design von yogawayv ist minimalistisch, klar, weich in der Farbigkeit, emotional, strahlt innere Ruhe aus und wirkt flexibel.

yogawavy – come as you are and workin.


Dein Vorteil an einem Abo bei Yogawayv?
Wenn du weißt, dass du mindestens 4 x im Monat kommst, kostet dich die einzelne Yogastunde 12,50 € (erm. 11,25 €). Ebenso bekommst du 10 % Rabatt bei den Massagen.
Möchtest du allerdings öfter kommen als 4 x im Monat, kannst du parallel auch eine 10er Karte laufen lassen mit unbegrenzter Laufzeit oder du entscheidest dich direkt für ein Abo mit 8 Besuchen pro Monat. In diesem Fall kostet dich die einzelne Yogastunde 10 € (erm. 9 €).


online Videos:
Session 05 VINYASA & YIN (1:19h)
Session 04 VINYASA (0:43 h)
Session 03 VINYASA (1:33 h)
Session 02 VINYASA (1:07 h)
Session 01 ASHTANGA 1. Serie gekürzt (1:20h)